Im Jahr 2024 erhielten etwa 318.000 gesetzlich Versicherte in Schleswig-Holstein eine Grippeschutzimpfung. Das seien rund acht Prozent weniger als im Vorjahr und 16 Prozent weniger als im Pandemiejahr 2020, teilte die Barmer-Krankenkasse mit. Die Corona-Pandemie habe die Impfbereitschaft kurzfristig erhöht, dieser Effekt verschwinde jedoch.
„Grippe verursacht Schäden in Milliardenhöhe. Eine höhere Impfquote könnte wirtschaftliche Schäden mindern und schwere Krankheitsverläufe verhindern“, sagte Torsten Nowak, Barmer-Landespressesprecher in Schleswig-Holstein.
Knapp die Hälfte der Risikogruppe geimpft
Die World Health Organization und die EU empfehlen, dass sich 75 Prozent der Risikogruppe gegen die Grippe impfen lassen, dazu gehörten unter anderem Schwangere, chronisch Kranke und Menschen über 60. Daten des Robert-Koch-Instituts zufolge ließen sich in der Saison 2023/2024 nur 47,4 Prozent der Risikogruppe in Schleswig-Holstein impfen. Bundesweit waren es 38,2 Prozent.
„Die Impfung ist die beste Prävention. Dass so wenige sie nutzen, um sich und andere zu schützen, ist unverständlich“, sagte Nowak. Grippeviren würden sich ständig verändern, weshalb eine Impfung idealerweise jährlich stattfinde. Da die Grippewelle meist im Januar ihren Höhepunkt erreiche, sei eine Impfung auch im Dezember sinnvoll.