"Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben ist tot

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Eröffnung der 45. Spendenaktion von "Brot für die Welt" in Hamburg
Hamburg (epd)

Der ehemalige "Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben ist tot. Er starb am 13. Juni im Alter von 84 Jahren in Hamburg, wie der NDR mitteilte. Die ARD bezeichnete Wieben als "eines der prägenden Gesichter" der Nachrichtensendung. "Wilhelm Wieben gehörte zu den prägenden deutschen Fernsehpersönlichkeiten, immer freundlich, zugewandt und nah bei den Zuschauerinnen und Zuschauern." Als Sprecher habe er "Generationen begleitet", hieß es.

Wieben arbeitete ab 1966 in der Redaktion der "Tagesschau", seinen ersten Einsatz als Sprecher hatte er 1973. Über viele Jahre präsentierte er auch die 20 Uhr-Ausgabe der Nachrichtensendung, zum ersten Mal am 5. Mai 1974, zum letzten Mal am 24. Juni 1998.

Geboren wurde Wieben 1935 in Hennstedt in Schleswig-Holstein. Nach einer Verwaltungslehre besuchte er eine Schauspielschule in Berlin. Anfang der 60er Jahre wurde er Fernsehansager beim damaligen Sender Freies Berlin. Dort kündigte er unter anderem den "Beat Club" an, eine Musiksendung für Jugendliche.

Zudem moderierte er verschiedene Radiosendungen bei Radio Bremen und NDR2, schrieb Bücher auf Plattdeutsch und sprach Hörbucher ein. Den Dialekt bezeichnete er als seine Muttersprache. Nebenbei arbeitete er immer wieder als Schauspieler an Theatern im Hamburg und Bremen.