Neubrandenburg jetzt offiziell "Vier-Tore-Stadt"

Neubrandenburg (epd)

Die ostmecklenburgische Stadt Neubrandenburg darf sich jetzt offiziell "Vier-Tore-Stadt" nennen. Wie das Schweriner Innenministerium am 11. August mitteilte, hat Innenminister Lorenz Caffier (CDU) dem Neubrandenburger Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) die dazu erforderliche Genehmigung zugesandt. Damit könne die Stadt ihre Einzigartigkeit unterstreichen, sagte Caffier. "Das stiftet Identität und stärkt auch das kommunale Selbstbewusstsein."

Im März hatte der Namenszusatz "Viertorestadt" bereits bei einem Bürgervotum gesiegt. Bei einer Umfrage im Internet hatten 3.325 Bürger für "Viertorestadt" gestimmt, wie die Stadt damals mitteilte. Für "Tollenseseestadt" gab es dagegen nur 185 und für "Hochschulstadt" 160 Stimmen.

Neubrandenburg besitzt laut Innenministerium das besterhaltene Bauwerk einer vollständigen mittelalterlichen Stadtbefestigung in Norddeutschland. Die 2,3 Kilometer lange kreisförmige Stadtmauer, die Wallanlage, die Wehrtürme und die Wiekhäuser prägten das Erscheinungsbild der Stadt wesentlich, hieß es. Ein charakteristisches Element und überregional bekanntes Wahrzeichen seien die vier Stadttore: Friedländer Tor, Stargarder Tor, Neues Tor und Treptower Tor. "Die vier Tore bilden ein Alleinstellungsmerkmal für Neubrandenburg und strahlen die historische Bedeutung überregional aus."

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es bereits einige Städte und Gemeinden, die aufgrund ihres Statusses, ihrer Eigenart oder ihrer Funktion ein eigenständiges Namenselement genehmigt bekamen. So darf sich beispielsweise Gnoien "Warbelstadt" nennen (2017), Rostock "Universitätsstadt" (2016), Neustrelitz "Residenzstadt" (2013), Ribnitz-Damgarten "Bernsteinstadt" (2009), die Gemeinde Ankershagen "Schliemanngemeinde" (2009) und Güstrow "Barlachstadt" (2006).