Mali-Ausstellung im Weltkulturmuseum

Hamburg (epd)

Das Hamburger Weltkulturmuseum Markk am Rothenbaum zeigt vom 3. Juli bis 20. September Kunstwerke aus dem westafrikanischen Mali, die bislang im Depot des Museums lagerten. Erworben hatte sie der deutsche Ethnologe Leo Frobenius (1873-1938) Anfang des 20. Jahrhunderts, wie das Museum mitteilte. Die Ausstellung bringt Quellenmaterial aus dem Archiv des Markk, dem Frobenius-Institut Frankfurt mit ausgewählten Stücken der Museumssammlung zusammen. Dazu werden Interviews mit Vertretern des Nationalmuseums in Bamako, der Hauptstadt von Mali, angeboten.

Der Ausstellungstitel "Ethnographischer Kram" verweise auf ein Originalzitat des Sammlers und steht symbolisch für das Spannungsfeld, in dem westafrikanische Kunst und die aktuelle Debatte stehen, so das Museum. Objekte, die Frobenius damals als "Kram" bezeichnete, gälten heute als Ikonen afrikanischer Kunst. Die Kuratorin Cécile Bründlmayer aus Wien wird am 2. Juli um 19 Uhr auf dem Facebook-Kanal des Markk über die Ausstellung sprechen.