Hamburger Ausstellung zu jüdischen Sportlern

Hamburg (epd)

Auf dem Joseph-Carlebach-Platz im Hamburger Grindelviertel ist die Skulpturen-Ausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung" über jüdische Spitzensportler eröffnet worden. Im Mittelpunkt stehen 17 deutsch-jüdische Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger und Rekordhalter, die zu den gefeierten Idolen ihrer Zeit zählten, wie die Innenbehörde der Stadt mitteilte. Die Wanderausstellung ist bis zum 17. Mai zu sehen und dokumentiert anhand ausgewählter Porträts die Verfolgung der Sportler in der NS-Zeit. Nur weil sie Juden waren, wurden sie aus ihren Sportvereinen ausgeschlossen und ihre Titel aberkannt. Die Ausstellung ist ganztägig zugänglich, der Eintritt ist frei.

Dem deutschen Fußballpionier Walther Bensemann, Mitbegründer des Deutschen Fußball-Bundes, blieb wie vielen anderen nur die Flucht. Sportler wie der Fußballnationalspieler Julius Hirsch oder die zehnfache Deutsche Leichtathletikmeisterin Lilli Henoch wurden deportiert und ermordet. Ralph Klein entkam nur knapp der Deportation nach Auschwitz. Nach dem Krieg war er israelischer, später deutscher Basketball-Nationaltrainer.

Vorgestellt werden ebenfalls die Biografien der Fechtolympiasiegerin Helene Mayer, des Schachweltmeisters Emanuel Lasker, des Meisterboxers Erich Seelig, der Deutschen Tennismeisterin Nelly Neppach, der Deutschen Speerwurfmeisterin Martha Jacob, der Leichtathletin Gretel Bergmann, der Turnolympiasieger Alfred und Gustav Felix Flatow, der Europameister im Gewichtheben beziehungsweise im Ringen Julius und Hermann Baruch, des Eishockeyspielers Rudi Ball und des deutschen Fußballnationalspielers Gottfried Fuchs.