Flüchtlingsrat SH: Unterstützung für EKD-Rettungsschiff

Kiel (epd)

Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein hat dem von der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) initiierten Bündnis "United4Rescue" zum Erwerb des künftigen Rettungsschiffes "Poseidon" gratuliert. Die Zivilgesellschaft mache mit diesem Bündnis "menschenrechtliche Nägel mit Köpfen", erklärte Flüchtlingsrats-Geschäftsführer Martin Link 4. Februar in Kiel. Dagegen würde sich die nationale politische Klasse bei akuten humanitären Handlungsbedarfen zunehmend auf das St. Floriansprinzip zurückziehen und allein anderen die Verantwortung zuweisen.

Der Flüchtlingsrat ist laut Link von Beginn an Mitglied im Bündnis United4Rescue. Hilfe für in Überlebensnot Geflüchteter gehöre zu den universellen Menschenrechten, sagte Link. Die EU-Mitgliedsstaaten würden mit ihrer "aktiven Verweigerung, ertrinkenden Schutzsuchenden zur Hilfe zu kommen", gegen internationales Recht verstoßen. Die Kriminalisierung privater Seenotretter verstoße zudem gegen selbstverständliche moralische Standards.

Zugleich rief der Flüchtlingsrat zur Unterstützung des Bündnisses United4Rescue auf. "Der Kauf des Schiffes war nur die erste Etappe", sagte Link. Wenn es gelingen solle, der "multilateralen Ignoranz gegenüber dem Sterben im Mittelmeer" nachhaltig etwas entgegenzusetzen, müsse diese Initiative weitere Spendensolidarität erfahren. Interessierte könnten sich auf www.united4rescue.com über Möglichkeiten der Unterstützung kundig machen.