"Brot für die Welt" in Rendsburg eröffnet

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Spendenaktion von "Brot fuer die Welt" in Rendsburg eroeffnet
"Eine der berührendsten Weihnachtsgeschichten unserer Zeit"
Rendsburg (epd)

Das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" hat seine bundesweit 61. Spendenaktion am 1. Advent in Rendsburg eröffnet. Sie steht erneut unter dem Motto "Hunger nach Gerechtigkeit". Der Gottesdienst in der Rendsburger Christkirche wurde live in der ARD übertragen. "Wir denken an Hilfe zur Selbsthilfe, an Kooperationen mit Projektpartnern vor Ort, an Bildung für Mädchen, an sauberes Trinkwasser und nachhaltiges Wachstum", sagte der Schleswiger Bischof Gothart Magaard laut Manuskript in seiner Predigt. Sein Dank gelte allen, die in den letzten 60 Jahren seit Bestehen der Aktion diesen Dienst möglich gemacht haben.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nannte "Brot für die Welt" in seinem Grußwort "eine der berührendsten Weihnachtsgeschichten unserer Zeit". Eine "humanitäre Erfolgsgeschichte" sei es obendrein: "Wir sehen, wie ein kleiner Anfang die Welt verändern kann." Es gebe vieles, das wütend und traurig mache - brutalste Kinderarbeit, die Ausbeutung der Ärmsten, die Zerstörung der Natur, sagte Günther: "Brot für die Welt engagiert sich, wo das Elend und unsere Verzweiflung darüber am größten sind." Auch die Landesbischöfin der Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, nahm an dem Gottesdienst teil.

Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin des Hilfswerks, erinnerte an den Start von "Brot für die Welt" am 12. Dezember 1959 in der Berliner Deutschlandhalle. Damals hatten evangelische Landes- und Freikirchen zu Spenden für die weltweit Hungernden aufgerufen. Die erste Sammlung erbrachte 19 Millionen Mark aus Ost- und Westdeutschland und war der Gründungsakt des evangelischen Hilfswerks. Seitdem wird jedes Jahr am 1. Advent die neue Spendenaktion eröffnet – bundesweit und mit vielen regionalen und lokalen Gottesdiensten. 2018 wurden in ganz Deutschland 63,6 Millionen Euro Spenden gesammelt.

Schwerpunkte der Arbeit von "Brot für die Welt" sind die Überwindung von Hunger und Armut, die Stärkung von Bildung und Gesundheit sowie der Einsatz für Menschenrechte und Klimagerechtigkeit. Von Beginn an arbeitet das Hilfswerk mit Partnern vor Ort nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" zusammen. Aktuell gefördert werden nach eigenen Angaben mehr als 1.300 Partnerorganisationen und über 1.500 Projekte in 97 Ländern. Weltweit hungert jeder neunte Mensch, und 2,1 Milliarden Menschen haben keinen direkten Zugang zu Trinkwasser.