Ausstellung zur Nord-Kirchengeschichte in Berlin

Berlin (epd).

Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin zeigt vom 13. Januar bis 28. Februar die Wanderausstellung „Neue Anfänge nach 1945? Wie die Landeskirchen Nordelbiens mit ihrer NS-Vergangenheit umgingen“. Zur digitalen Eröffnung am Donnerstag (13. Januar, 18 Uhr) sprechen unter anderem Nordkirchen-Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Gedenkstättenleiter Johannes Tuchel und der Hamburger Historiker Stefan Linck. Das teilten die evangelische Nordkirche und die Gedenkstätte am Donnerstag gemeinsam mit.

Die Wanderausstellung dokumentiert die kirchliche Unterstützung in Schleswig-Holstein und Hamburg für NS-Verbrecher in der jungen Bundesrepublik sowie den langen Weg zur Auseinandersetzung der evangelischen Kirchen mit eigener Schuld in der NS-Zeit und danach. Sie geht auch der Frage nach, inwieweit die national-protestantische Mentalität, die die Hinwendung zum Nationalsozialismus gefördert hatte, auch nach 1945 wirkmächtig blieb. Im Vordergrund stehen konkrete Fälle aus den früheren Landeskirchen und einzelnen Gemeinden in Schleswig-Holstein und Hamburg.