Umweltverband startet Aktionen gegen Plastikmüll in Gewässern

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Umweltverband startet Aktionen gegen Plastikmüll in Gewässern
Hannover (epd).

Um auf die Verschmutzung von Gewässern aufmerksam zu machen, startet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im September in Niedersachsen den Aktionsmonat „Kein Müll im Fluss“. Damit solle auch angeregt werden, den eigenen Kunststoff-Konsum zu überdenken, teilte der BUND Niedersachsen am Freitag in Hannover mit. „Jeder eingesammelte Sack mit Flussmüll verringert die Belastung unserer Binnengewässer und der Meere“, sagte Landesgeschäftsführerin Susanne Gerstner. Ihren Angaben zufolge gelangen weltweit jedes Jahr bis zu vier Millionen Tonnen an Plastik ins Meer.

Der Plastikmüll habe weitreichende Folgen für Wasser- und Meerestiere, erläuterte die Meeresbiologin Rosanna Schöneich-Argent: „Sie verstricken und verletzen sich oder verschlucken Müllteile, weil sie diese mit Nahrung verwechseln. So können Plastik und die darin enthaltenen Chemikalien wieder auf unserem Teller landen.“

Der Aktionsmonat startet am 1. September online mit einem Film- und Diskussionsabend. Interessierte könnten bis Ende September an Müllsammel-Aktionen in Hannover, Hameln, Wilhelmshaven oder Göttingen teilnehmen und Vorträge hören, hieß es. Beispielsweise soll Tim Kiessling von der Kieler Forschungswerkstatt am 3. September online über das internationale Projekt „Plastikpiraten“ sprechen, bei dem Schüler zusammen mit Wissenschaftlern die Müllverschmutzung von Flüssen kartieren.