Umweltstiftung und Uni werben für Reparieren statt Wegwerfen

s:217:"Der 23jaehrige Stefan vom "Werkstatt-Treff Vahrenheide" (Hannover) montiert einen neuen Fahrradstaender. Die Mitarbeiter des Arbeitslosenprojektes reparieren kostenlos die Fahrraeder der 45.000 Studenten in Hannover. ";
Der 23jaehrige Stefan vom "Werkstatt-Treff Vahrenheide" (Hannover) montiert einen neuen Fahrradstaender. Die Mitarbeiter des Arbeitslosenprojektes reparieren kostenlos die Fahrraeder der 45.000 Studenten in Hannover.
Osnabrück, Oldenburg (epd)

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und die Oldenburger Carl von Ossietzky Universität wollen Schüler und Studenten für die Reparatur von Smartphones, Fahrrädern und anderen Alltagsgegenständen begeistern. Meist sei der Reflex heutzutage, Kaputtes durch Neues zu ersetzen, sagte Ulrike Peters von der Stiftung am Donnerstag in Oldenburg. Oft wandere etwas direkt in den Müll, das nach einer kleinen Reparatur noch lange weiterverwendet werden könnte. Reparaturen schonten begrenzt verfügbare Rohstoffe, Energie und den Geldbeutel.

Die Umweltstiftung fördere seit einigen Jahren ein Reparatur-Projekt der Universität mit über 300.000 Euro, betonte Peters. Dort würden Interessierten die Funktionsweisen verschiedener Geräte, ihrer einzelnen Bestandteile und das nötige Wissen für Reparaturen vermittelt. Die Universität habe auch Unterrichtseinheiten und -materialien erarbeitet. Das Ziel sei, das Instandsetzen im Technik- und Informatikunterricht sowie in den Fächern Arbeitslehre und Werken an allgemeinbildenden Schulen zu verankern.

Projektleiterin Katharina Dutz von der Universität Oldenburg sagte, Reparieren sei für die meisten jungen Leute gar keine Option mehr: "Das wollen wir wieder ändern." Die Universität habe dafür ihre Konzepte und Materialien an sieben andere Universitäten in verschiedenen Bundesländern weitergegeben. Auch Betriebe und Organisationen seien beteiligt. So könnten junge Menschen Reparatur und Recycling auch aus beruflicher Perspektive kennenlernen.