Schüler sollen Lösung für die Verringerung von Plastikmüll entwickeln

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Wie lässt sich das Problem mit dem Plastikmüll lösen?
Osnabrück, Iserlohn (epd).

Wie lässt sich das Problem mit dem Plastikmüll lösen? Dieser Frage sollen Jugendliche in einem bundesweiten Schülerwettbewerb nachgehen, den Wissenschaftler der Universität Osnabrück ausgelobt haben. Der Chemie-Didaktiker Marco Beeken ruft Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen dazu auf, sich zu beteiligen, teilte die Uni am Dienstag mit. Sie sollen Problemlösungen für das Reduzieren von Plastikmüll entwickeln und in einem kurzen selbst produzierten Film vorstellen.

Der sogenannte „Make@thon“ (Zusammengesetzt aus make - dt. machen und Marathon) startet den Angaben zufolge am 2. Juli in digitaler Form. Eine Anmeldung sei bis zum 25. Juni möglich. Während der Auftaktveranstaltung würden die weiteren Abläufe bekannt gegeben. Die Preise, wie etwa Gelder oder eine Fahrt nach Brüssel würden am 11. Juli vergeben. Professor Beeken arbeite unter anderem mit dem Lehrerfortbildungszentrum Chemie NordWest und der Initiative „End Plastic Soup“ zusammen.

Die Plastikmüll- und Mikroplastikthematik stelle eine besondere ökologischen Herausforderung dar, erläuterte Beeken. Auf den Ozeanen bildeten sich Plastikmüllteppiche. Tiere verendeten, weil sie Plastik fräßen. „Auf der anderen Seite ist Kunststoff aus dem Alltag kaum wegzudenken und trägt - bei sachgemäßem Gebrauch - zu einer nachhaltigen Zukunft bei.“ Dennoch lehnten viele Menschen etwa Plastikverpackungen ab, weil sie fälschlicherweise etwa Glas oder Dosen für nachhaltiger hielten. Das sei zumindest hinsichtlich der CO2-Bilanz nicht der Fall.

Die Arbeitsgruppe Chemiedidaktik unter der Leitung von Beeken hat das Make@thon Format in Zusammenarbeit mit weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Uni Osnabrück und der Fachhochschule Südwestfalen mit Sitz in Iserlohn in der Corona-Krise entwickelt.