Protestaktion mit Licht und Feuer gegen Wölfe geplant

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Protestaktion mit Licht und Feuer gegen Wölfe geplant
Hannover (epd).

Schäfer und Weidetierhalter wollen am Mittwochabend, dem Vorabend des Martinstages, mit Lichtern, Kerzen und Mahnfeuern bundesweit gegen die Ausbreitung von Wölfen demonstrieren. Die Aktion am 10. November unter dem Motto „Lichter gegen das Vergessen“ solle zugleich gegen die „Ignoranz der Politik beim Thema Wolf“ ein Zeichen setzen, erklärte das Landvolk Niedersachsen in Hannover. Zentrale Forderungen seien, das „Wolfsansiedlungs- und Herdenschutz-Experiment“ umgehend zu beenden, die Schutzstellung des Wolfes aufzuheben und „das Raubtier endlich zu bejagen“.

„Während die rasant wachsenden Wolfsbestände unsere wirtschaftliche Existenz bedrohen, ignoriert die Politik unsere Forderungen nach einem aktiven Wolfsmanagement“, sagte der Sprecher des Organisationsteams, Wendelin Schmücker: „Wir möchten nicht in Vergessenheit geraten. Die Wölfe fallen in unsere Herden ein, immer mehr Tiere fallen ihnen zum Opfer. Die Vermehrungsrate der Wölfe steigt und steigt, ohne dass dagegen etwas unternommen wird.“

Schmücker zufolge mehren sich auch Berichte über Begegnungen von Menschen mit aufdringlichen Wölfen, die weder scheu noch nachtaktiv seien. In bekannten Wolfsgebieten fürchteten Eltern mittlerweile um ihre Kinder.

Die zeitliche Nähe ihrer Protestaktion zum Martinstag (11. November) haben die Veranstalter nach eigenen Angaben bewusst gewählt. Der Heilige Martin sei der Schutzheilige aller Reisenden und damit im weiteren Sinne auch der Wanderschäfer. Er verkörpere wie kein anderer die christliche und menschlich große Geste des Erbarmens und des Helfens.