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Hannover (epd).

Die Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ plant für ihren inzwischen elften globalen Klimastreik am 23. September allein in Deutschland mehr als 150 Demonstrationen und Kundgebungen. In den Bundesländern Niedersachsen und Bremen wollen Klimaschützer in rund 20 Orten auf die Straße gehen, wie die Organisatoren am Montag mitteilten. Konkret solle für die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze und angemessene Krisenbewältigung demonstriert werden, hieß es. International fordert die Bewegung unter dem Motto #PeopleNotProfit eine klare Priorisierung von Menschenrechten und Ökosystemen über Konzerninteressen.

„Wir erleben, wie sich Krisen immer weiter verschärfen und gegenseitig befeuern“, sagte Nele Evers von „Fridays for Future“ Niedersachsen. „Die Landesregierung hat es in den letzten fünf Jahren nicht geschafft, eine wirksame Klimapolitik zu beschließen. Stattdessen setzt sie weiterhin auf Klimazerstörung. Dabei ist längst klar, welche Maßnahmen es braucht!“ Besonders auf kommunaler Ebene gebe es viele Möglichkeiten, etwas zu verändern, betonte Evers. „Das Land muss Kommunen dabei unterstützen, klimagerecht zu handeln.“

In Niedersachsen stehen im Oktober Landtagswahlen an. „Fridays for Future“ Niedersachsen erwarte von der neuen Landesregierung entschlossene Maßnahmen zur Emissionsreduktion und das Wahrnehmen historischer Verantwortung, sagte die Sprecherin weiter.

Von der Bundesregierung verlangt „Fridays for Future“ unter anderem die Aufstellung eines Sondervermögens für Klima und Sicherheit. Im Rahmen der Haushaltsverhandlungen sollten 100 Milliarden Euro bereitgestellt werden, um den radikalen Ausstieg aus allen fossilen Energieträgern zu beschleunigen. Auch Niedersachsen müsse zu diesen Zwecken Geld im Haushalt vorsehen.