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Initiativen wollen mit Andacht an Schicksal der Asse erinnern
Remlingen, Kr. Wolfenbüttel (epd).

Unter dem Titel „Alles was ihr tut mit Worten“ laden kirchliche Gruppen und Bürgerinitiativen am Sonntag (18. September) zur 57. ökumenischen Asse-Andacht ein. „Wir wollen uns fragen, was wir mit Worten und mit Werken tun können, damit unsere Region die Lasten einer Vergangenheit bewältigt, ohne gleich wieder mit zukünftigen Lasten beladen zu werden“, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Ankündigung. Angesichts der technischen Übermacht der Planer und „nichtssagender Bekenntnisse“ der Politiker gehe es darum, den Mut zu bewahren.

Im Hinblick auf die Energiekrise würden die Ängste und Sorgen der Menschen nicht kleiner, hieß es. Für manche verblasse daher die Schachtanlage Asse II, aber für diejenigen, die an und um die Asse lebten, bleibe der Atommüll ein Thema.

Die Asse-Andachten finden seit 2008 viermal jährlich statt. In dem früheren Salzbergwerk Asse II lagern rund 126.000 Fässer mit schwach und mittelradioaktiven Abfällen sowie mit Chemiemüll. Die Grube ist instabil und droht, mit Wasser vollzulaufen. Der Atommüll soll deshalb nach Möglichkeit geborgen werden. Aktuell streiten Betreiber, Kommunen und Umweltschützer vor allem über den Standort für ein Zwischenlager, in dem die zurückgeholten Fässer vorübergehend aufbewahrt werden können.