"Höchstens 300 Tiere": FDP will Obergrenze für Wölfe

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"Höchstens 300 Tiere": FDP will Obergrenze für Wölfe
Hannover (epd).

Im Streit um den Umgang mit Wölfen hat sich die FDP im niedersächsischen Landtag positioniert und für das Bundesland eine Obergrenze von „allerhöchstens 300 Tieren“ gefordert. In Niedersachsen lebten bereits mehr als 400 Wölfe, sagte der Landtagsabgeordnete Hermann Gruppe am Donnerstag in Hannover. „Und es werden jährlich etwa 150 mehr.“ Entsprechende Zuwachszahlen sind durch das Wolfsmonitoring der Landesjägerschaft allerdings nicht bestätigt.

„Die Situation in Niedersachsen eskaliert zusehends, während die langjährigen Versprechungen der Landesregierung, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, immer noch nicht umgesetzt werden“, kritisierte Grupe. Dabei sei eine solche Entscheidung seit Jahren überfällig. Die Aufnahme von Wölfen ins Jagdrecht kann ihre Bejagung erleichtern.

„Wenn die Entwicklung so weitergeht, braucht man über Weidetierhaltung in Niedersachsen nicht mehr zu sprechen“, fügte Gruppe hinzu. Auch heimische Wildtiere würden früher oder später durch die hohe Wolfspopulation gefährdet.