Pflege: Extremsportler will von Berlin nach Hannover laufen

Hannover, Berlin (epd)

Mit einem Langstreckenlauf von Berlin nach Hannover will der Extremsportler und OP-Pfleger Jens Wackerhagen aus Hannover auf die Herausforderungen in der professionellen Pflege aufmerksam machen. Die 302 Kilometer lange Strecke will er in 52 Stunden bewältigen, wie die Schlütersche Verlagsgesellschaft am Montag in Hannover mitteilte. Anlass ist der Deutsche Pflegetag vom 14. bis 16. März in Berlin, der vom Deutschen Pflegerat gemeinsam mit dem Verlag organisiert wird.

"Ich laufe, damit es für uns gemeinsam in der Pflege besser läuft", sagte Wackerhagen, der mit der Aktion zudem Spenden für Kinder sammeln will. Er ruft andere Fachkräfte aus der Pflege auf, unterwegs an der Strecke zu stehen oder ihn ein paar Kilometer zu begleiten.

Bei der Eröffnung des Kongresses am Donnerstag wird der "Ultraläufer" von Verlagsgeschäftsführer Lutz Bandte in Berlin symbolisch einen Staffelstab übernehmen. Dann läuft er über Potsdam, Brandenburg, Braunschweig und Peine nach Hannover. Am Sonnabend will er dort an seinem Arbeitsplatz, dem "Diakovere"-Henriettenstift, die Ziellinie überschreiten. Als Besonderheit der Strecke nannte er den hohen Anteil von Asphaltwegen. Um die Strecke in 52 Stunden zu schaffen, kann er unterwegs kaum schlafen.

Wackerhagen sammelt bei seinen Extremläufen seit Jahren Sponsoren- und Spendengelder vor allem für Kinder. Bereits dreimal hat er eines der härtesten Winter-Ultrarennen Europas absolviert: das "Montane Spine Race" über 430 Kilometer im englischen Edale. 2015 rief er das Hilfsprojekt #jensrennt ins Leben, dessen Erlös dem "Diakovere Lukas Fonds" zugutekommt.

Der Deutsche Pflegetag gilt jährlich als zentraler Kongress der Pflegebranche in Deutschland. Im Konferenzzentrum "Station Berlin" werden in diesem Jahr nach Veranstalterangaben rund 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Als eine der größten Herausforderungen nannte eine Sprecherin den Fachkräftemangel.