Vom Rapper bis zum Rabbi: Göttinger Ausstellung zeigt jüdisches Leben
s:71:"Vom Rapper bis zum Rabbi: Göttinger Ausstellung zeigt jüdisches Leben";
Vom Rapper bis zum Rabbi: Göttinger Ausstellung zeigt jüdisches Leben
Göttingen (epd).

Das Städtische Museum in Göttingen hat am Donnerstag die Ausstellung „Gesichter und Geschichten. Jüdisches Leben in Deutschland“ eröffnet. Die Wanderausstellung wird nach Angaben des Museums durch lokale Bezüge aus der Universitätsstadt ergänzt. Anhand ausgewählter Biografien gebe sie Einblicke in die 1.700 Jahre währende jüdische Geschichte in Deutschland, erläuterte Museumsleiterin Andrea Rechenberg.

Die Schau porträtiert unter anderem elf jüdische Persönlichkeiten. Einer davon ist der Rabbiner und Dozent Leo Baeck (1873-1956), der zu den prägenden Vertretern des liberalen Judentums in Deutschland gehörte. Vorgestellt werden auch die in Auschwitz ermordete Schauspielerin Dorothea Gerson (1899-1943) und der 1977 geborene Rapper Ben Salomo.

In der Ausstellung ist auch ein Selbstporträt des Göttinger jüdischen Künstlers Hermann Hirsch (1861-1934) zu sehen. Er arbeitete in der Stadt als Illustrator, Zeichner und Auftragsmaler und starb zu Beginn der NS-Zeit durch Suizid. Die Ausstellung läuft bis zum 2. März.