Performance-Künstler präsentieren Arbeiten

Osnabrück (epd)

Internationale Performance-Künstler präsentieren von Freitag bis Sonntag (8. bis 10. November) ihre Arbeiten in Osnabrück. Sie treffen sich zum dritten "Young Urban Performances Festival", teilte die Stadt am Donnerstag mit. Insgesamt zwölf Werke werden in der Kunsthalle, im Museumsquartier, im Haus der Jugend und im öffentlichen Raum gezeigt. Das Young Urban Performance (YUP) Kollektiv, ein Zusammenschluss junger Kunstschaffender, hat das Festival unter das Motto "besorgt" gestellt.

Das Festival startet am Freitag im Akzisehaus des Museumsquartiers mit einer Performance von Carmen Westermeier und Julia Hainz. Unter dem Titel "Sheela Na Gig" sollen Besucher den Angaben zufolge ungewöhnliche Objekte am eigenen Körper ausprobieren können.

Für die Kunsthalle haben einige Künstler Neuproduktionen entwickelt. Sie hätten sich dafür mit der Architektur der ehemaligen Klosterkirche auseinandergesetzt, hieß es. Unter anderem entwerfe die Düsseldorfer Performancekünstlerin Mira Mann mit ihrer Arbeit unter dem Titel "Shelter of Tales" ein postapokalyptisches Endzeitszenario. Im Haus der Jugend werde die Performance "Boys in Sync" von Jay Fiskerstrand, Jakob Schnack Krog und Simon Zeller das Bild von Männlichkeit erforschen.

Am Sonntag haben die Besucher in Workshops unter Anleitung einiger Künstler die Chance, selbst performativ aktiv zu werden. Die "Radikalen Töchter" vom Zentrum für Politische Schönheit etwa bieten an, Zeichen gegen Rechtsradikalismus, Fremdenhass und Antisemitismus zu setzen. Das YUP-Kollektiv wurde kürzlich mit dem Kulturförderpreis 2019 der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover ausgezeichnet. (7273/07.11.19)