Kunsthalle mit freiem Eintritt für verkleidete Besucher

Bremen (epd)

Zum Auftakt der Karnevalszeit erhalten alle Besucher der Bremer Kunsthalle an Weiberfastnacht (20. Februar) freien Eintritt, wenn sie als "ikonische Persönlichkeit" verkleidet kommen. Die dargestellte Ikone müsse anhand von mindestens drei Elementen deutlich erkennbar sein, teilte das Museum am Donnerstag mit. Als Kostümvorbild könne ein Kunstwerk aus der aktuellen Ausstellung "Ikonen. Was wir Menschen anbeten" dienen. Die Schau endet am 1. März.

Um als "ikonische Persönlichkeit" vom Museum anerkannt zu werden, müssten zudem drei weitere Bedingungen erfüllt werden, hieß es. Zunächst sollte ein Konsens über den ikonischen Charakter herrschen. Auch wenn die eigene Oma eine persönliche Ikone sei, gelte die Verkleidung als "Meine Oma" leider nicht. Weiter müsse der Ikone Verehrung entgegen gebracht werden. Diese könne sowohl religiös als auch weltlich sein, wie etwa bei Popstars, die auf Postern in Jugendzimmern hängen. Außerdem müsse die Anbetung der Ikone über einen längeren Zeitraum erfolgen. Wer beispielsweise auf Youtube vorübergehende Berühmtheit erlangt habe, sei noch lange keine Ikone.

Diese drei Kriterien sind den Angaben zufolge auch auf die Auswahl der Ausstellung im Themenraum "Iconic Moments - Iconic People" angewendet worden. Dort präsentierten Fotografien ikonische Persönlichkeiten aus Politik, Musik, Kunst, Literatur, Film, Sport oder Wissenschaft. Darunter seien Muhammed Ali, die Beatles, Albert Einstein, Audrey Hepburn, Frida Kahlo, Martin Luther King, Karl Lagerfeld, der Dalai Lama oder Mutter Theresa. (3088/13.02.20)