Erstes Stipendium des Horst-Janssen-Museums für Künstlerin Helmcke

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Erstes Stipendium des Horst-Janssen-Museums für Künstlerin Helmcke
Oldenburg (epd).

Das Horst-Janssen-Museum in Oldenburg vergibt in diesem Jahr erstmalig ein neunmonatiges Forschungsstipendium. Erste Stipendiatin ist nach Angaben des Museums vom an Donnerstag die Künstlerin Aline Helmcke aus Leipzig, die sich mit bewegter Zeichnung beschäftigt und zu Horst Janssens Frühwerk forschen wird. Für die Dauer ihres Stipendiums zahlt der Förderverein des Museums eine monatliche Pauschale für die Lebenshaltungskosten, das Museum stellt eine renovierte Wohnung im Haus von Janssens Großeltern zur Verfügung. Horst Janssens verbrachte in dem Haus in der Lerchenstraße in Oldenburg seine Kindheit.

Mit dem neuen Stipendium wollen Museum und Förderverein Nachwuchswissenschaftler fördern, deren Forschungsschwerpunkt im Bereich Zeichnung und Grafik liegt, und die sich in Horst Janssens Werk vertiefen möchten. Die Entscheidung für Aline Helmcke sei von einer Auswahlkommission getroffen worden, hieß es.

„Ich habe Aline Helmcke vor allem als Künstlerin kennengelernt“, sagte Museumsleiterin Jutta Moster-Hoos. Auf ihre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Janssen freue ich mich deshalb besonders, denn sie wird andere und neue Aspekte in seinem Werk zu Tage fördern.„ Helmcke wurde 1974 in Berlin geboren. Sie studierte von 1995 bis 2002 an der Universität der Künste Berlin und wurde dort 2002 Meisterschülerin. Anschließend absolvierte sie am Royal College of Art in London einen Masterstudiengang in Animation. Seit April 2020 promoviert sie an der Filmuniversität Babelsberg über das Thema “Zeichnen zur Zeit".

Sie erhielt 2017 einen Award beim Girona Film Festival Spanien und sammelte Lehrerfahrung an der Bauhaus-Universität Weimar. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Museum Folkwang Essen, im Haus der Kulturen der Welt Berlin, im Foro de Animación Contemporánea Mexico City sowie auf Filmfestivals in Cork, Girona, Zypern, Toulouse, Triest und London gezeigt. Zurzeit ist Aline Helmcke mit einer Arbeit in der Ausstellung „Janssen ANIMIERT“ im Horst-Janssen-Museum zu sehen.