Landeskirche baut Socialmedia-Arbeit aus
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Landeskirche baut Socialmedia-Arbeit aus
Mitarbeitende künftig verstärkt auf Instagram oder Youtube aktiv
Hannover (epd).

Die hannoversche Landeskirche baut ihre Präsenz auf Socialmedia-Plattformen aus. Künftig sollen sechs Pastorinnen und Pastoren sowie voraussichtlich zwei Diakone oder Diakoninnen sowie ein oder zwei Mitarbeitende aus der Kirchenmusik mit einem Teil ihres Arbeitsauftrags in diesem Bereich tätig sein, sagte Kirchensprecher Benjamin Simon-Hinkelmann am Donnerstag in Hannover. Die evangelische Kirche wolle durch den digitalen Vorstoß Menschen im Internet mit niedrigschwelligen Angeboten besser erreichen.

Antworten nach Glaubens- und Sinnfragen würden zunehmend online gesucht und gefunden, erläuterte Oberkirchenrätin Julia Helmke, die bis 2021 Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags war: „Das wollen wir unterstützen, und dafür braucht es verschiedene Formate.“

So sind zunächst Pastorin Ina Jäckel aus Leer (Instagram: @dingens.von.kirchen), die Bremerhavener Pastoren Christopher Schlicht und Max Bode (@wynschkind und @pynk_pastor), Pastor Quinton Ceasar aus Wiesmoor bei Aurich (@pastor.vanniekaap) und der YouTube-Kanal „AndersAmen“ der Pastorinnen Ellen und Steffi Radtke im Pilotprojekt dabei.

Die Landessynode, das Kirchenparlament, hatte im November für die Jahre 2023 und 2024 insgesamt 560.000 Euro für das Projekt zur Verfügung gestellt. Pastorin Cordula-Schmid-Waßmuth sagte, in der Pandemiezeit sei bereits in vielen Gemeinden digital experimentiert worden. „Nicht alles hat überlebt, aber es hat sich gezeigt, dass es viele gute Ideen gibt“, betonte die Vorsitzende des Synoden-Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit. Die Kirche müsse heraus aus ihren Gebäuden und hinaus auf die digitale Straße: „Um das allerdings gut zu machen, braucht es personelle und finanzielle Ressourcen.“

Oberkirchenrätin Helmke wird das Projekt theologisch engmaschig begleiten. Das solle auch aussagekräftige Daten darüber liefern, wie die Socialmedia-Arbeit künftig als regulärer Teil der Arbeit kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verankert werden könne, hieß es.