Volkswagen vergibt Korman-Finkelstein-Preis für Respekt und Toleranz

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Volkswagen vergibt Korman-Finkelstein-Preis für Respekt und Toleranz
Hannover (epd).

Erstmals hat die „Volkswagen Nutzfahrzeuge“ den Korman-Finkelstein-Preis für Respekt und Toleranz verliehen. Der mit insgesamt 3.000 Euro dotierte Preis ging zu gleichen Teilen an die Klasse 10e der Oberschule Gehrden und an die Mitglieder des Laatzener Jugendbeirats, wie die Konzernsparte am Sonntag in Hannover mitteilte.

Die Mitgliedern des Laatzener Jugendbeirats schnitten den Angaben zufolge Videopassagen aus einem vorhergehenden Interviewprojekt mit Kindern und Enkeln der Holocaust-Generation zu einem Film zusammen. Dieser soll an Schulen, etwa an Projekttagen und an Erinnerungstagen wie dem Auschwitz-Gedenktag, und im Rahmen von Veranstaltungen gezeigt werden.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10e der Oberschule Gehrden etablierten an ihrer Schule ein eigenes Podcast-Projekt. Darin werde über Themen gesprochen werden, die sonst zu wenig Gehör finden. Die Themen reichten von Kindheitserinnerungen über Glaube und Diversität bis zu Leistungsdruck und Versagensängsten in der Schule. Mit den Projekt wollten die Schülerinnen und Schüler ihrer Generation Mut zu machen, statt sich hinter oberflächlichen Darstellungen zu verstecken. Das funktioniere nur mit gegenseitiger Toleranz und stetigem Respekt.

Mit dem Preis seien Jugendliche ausgezeichnet worden, die sich in ihren Projekten in besonderem Maße für Menschlichkeit und eine lebendige Erinnerungskultur engagieren, hieß es in der Begründung der Jury. Geplant sei, den Korman-Finkelstein-Preis von nun an jährlich zu vergeben.

Die Auszeichnung ist nach den beiden Holocaust-Überlebenden Henry Korman und Salomon Finkelstein benannt. Die beiden 1920 und 1922 in Polen geborenen Juden überlebten verschiedene Konzentrationslager und setzten sich bis zu ihrem Tod gegen das Vergessen der Verbrechen während des Nationalsozialismus ein. Sie hielten regelmäßig Vorträge an Schulen, ließen so junge Menschen an ihrem Schicksal teilhaben und warnten vor Diskriminierung.