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Verband fordert mehr Solidarität mit queeren Personen
Berlin (epd).

Angesichts der Attacken bei Veranstaltungen im Rahmen des Christopher Street Day (CSD) hat der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) Solidarität von nicht queeren Personen gefordert. Es reiche nicht, mal einen CSD zu besuchen, man müsse jetzt auf die Straße gehen - auch ohne dass Verbände aus der Community es organisierten, sagte Vorstandsmitglied Alfonso Pantisano dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND/Freitag). „Wir fühlen uns alleingelassen.“

Pantisano forderte auch Konsequenzen von der Politik. „Es wird höchste Zeit, dass die Bundesregierung das Selbstbestimmungsgesetz rausgibt“, sagte er. Auch der Aktionsplan der Bundesregierung für Akzeptanz und den Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt müsse jetzt schnell beschlossen und umgesetzt werden.

Ende August war ein 25-jähriger Transmann am Rande eines Festes zum CSD in Münster niedergeschlagen worden und an seinen schweren Verletzungen gestorben. Gegen einen 20-jährigen Tatverdächtigen wird wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt.