Veranstaltungsreihe thematisiert jüdischen Widerstand

Göttingen (epd)

Mehrere Veranstaltungen in Göttingen thematisieren in den kommenden Wochen den jüdischen Widerstand im Nationalsozialismus. Zu Beginn der Reihe wird am 9. November in der Begegnungsstätte "Löwenstein" eine Ausstellung eröffnet, teilte die Gruppe "Feministische Aktion" mit. Mitveranstalter ist der Göttinger Verein Jüdisches Lehrhaus.

Die Ausstellung informiert den Angaben zufolge über verschiedene Formen, Orte und Ausprägungen jüdischen Widerstands: von erfolgreichen Aufständen, etwa in den Vernichtungslagern Sobibor und Treblinka, über den verzweifelten Kampf des Warschauer Ghettos, bis hin zu der unbekannteren Geschichte jüdischer Fallschirmspringer aus dem Mandatsgebiet Palästina. Diese hatten sich über Europa absetzen lassen, um den Widerstand in Ghettos und Konzentrationslagern zu organisieren.

Zudem solle am 14. und 17. November das Thema in Vorträgen vertieft werden, hieß es weiter. Zum Abschluss porträtiert am 22. Januar der Film "Liza ruft!" im Kino Lumière eine jüdische Partisanin.

Jüdischer Widerstand werde in der Geschichtsbetrachtung gern ignoriert, sagte Mats Paulke von "Feministische Aktion". Dagegen halte sich hartnäckig die Erzählung von den Jüdinnen und Juden, die sich widerstandslos "zur Schlachtbank" hätten führen lassen. Dem wolle die Veranstaltungsreihe entgegenwirken. (7126/07.11.19)