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Bremer Kinderschutzbund diskutiert über Kinderrechte
Bremen (epd).

Mit Vorträgen und einer Podiumsdiskussion im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft will der Kinderschutzbund in Bremen am Weltkindertag (20. September) auf die Kinderrechte aufmerksam machen. Gleichzeitig gehe es um die Frage, wie die Rechte der Kinder und Jugendlichen in Bremen geachtet und umgesetzt würden, sagte am Donnerstag die Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes, Kathrin Moosdorf.

„Die Verankerung von Kindeswohlorientierung und Beteiligungsrechten in der Bremischen Landesverfassung ist ein guter Schritt in eine zukunftsorientierte Gesellschaft, die die Interessen und Sorgen junger Menschen ernst nimmt“, erklärte Moosdorf. Aber vielfach seien die Kinderrechte unbekannt. Außerdem fühlten sich die meisten Kinder und Jugendlichen oft nicht angemessen beteiligt, wenn es um ihre Rechte gehe. Auch gebe es durch die besonderen Belastungen in der Pandemie, die hohe Armutsquote bei Familien und Alleinerziehenden und existenzielle Sorgen vermehrt Konflikte in den Familien.

„Um allen Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden, bedarf es mehr denn je ihrer Mitsprache, konkreter Beteiligungs- und Unterstützungsangebote und der Vernetzung aller Beteiligten“, forderte Moosdorf. „In der Arbeit des Kinderschutzbundes erleben wir jeden Tag, dass es Kinder gibt, deren Rechte auf Schutz vor seelischer und körperlicher Gewalt sowie auf gute Versorgung verletzt werden.“

In Bremen gibt es zwei Plätze, die auf die Kinderrechte aufmerksam machen. Der erste Platz wurde im November 2019 auf dem Spielplatz im Bürgerpark eingeweiht, der zweite im Juni auf dem Gelände des städtischen Wohnungsbauunternehmens Gewoba an der Heinrich-Plett-Allee in Huchting.