Ausstellung thematisiert jüdisches Flüchtlingsschiff

Bergen-Belsen, Kr. Celle (epd)

Mit einer Ausstellung erinnert die Gedenkstätte Bergen-Belsen bei Celle an die Geschichte des jüdischen Flüchtlingsschiffs "Exodus" im Jahr 1947. Die Schau dokumentiere von Sonntag an das Schicksal jener Holocaust-Überlebenden, die nach dem Zweiten Weltkrieg durch ihre missglückte Auswanderung über das Mittelmeer letztendlich zur Gründung des israelischen Staates beigetragen hätten, teilte die Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten mit.

Unter der Überschrift "Die Exodus-Affäre" ist die vom Jüdischen Museum Rendsburg erarbeitete Ausstellung bis zum 26. Mai zu sehen. Sie zeigt mehr als 100 historische Fotografien, zeitgenössische Zeitungsartikel und ausgewählte Biografien der ehemaligen "Exodus"-Passagiere.

Rund 4.500 jüdische Flüchtlinge aus Europa hatten im Juli 1947 versucht, an Bord der "Exodus 1947" ins damalige Palästina auszuwandern. Da Palästina seinerzeit unter dem Mandat Großbritanniens stand, verhinderte die britische Marine ihre Einreise: Sie wurden stattdessen als illegale Migranten in ein Lager in Schleswig-Holstein gebracht. Die weltweite Empörung über den Vorfall führte schließlich zum Ende des britischen Mandates über Palästina und zur Gründung des Staates Israels am 14. Mai 1948.