Erstes hessisches Wolfspaar bestätigt

Wiesbaden, Frankfurt a.M. (epd).

In Hessen gibt es wieder ein Wolfspaar. Die Existenz der beiden Tiere sei mittels einer DNA-Probe bestätigt worden, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am 22. Juni in Wiesbaden mit. Die Probe sei am 3. Juni im Rheingau-Taunus-Kreis bei Oestrich-Winkel genommen worden.

Bisher habe in dem Gebiet nur die Wölfin als sesshaft gegolten. Mit der neuen Losungsprobe sei das männliche Tier wiederholt über drei Monate in der Region nachgewiesen worden. Damit zählten die beiden Wölfe nach bundesweit einheitlichen Kriterien als Paar. Ob die Wölfin bereits Welpen geboren habe, stehe noch nicht fest.

Der hessische Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Jörg Nitsch, sagte in Frankfurt am Main: „Die Rückkehr setzt sich nach der Ausrottung des Wolfes fort und ist in Zeiten des Artensterbens eine erfreuliche Entwicklung.“ Wichtig sei nun, dass Weidetierhalter ihre Bestände sicherten und die Angebote des Landes zum Herdenschutz wahrnähmen. Wölfe seien sehr scheu und für Spaziergänger und Waldbesucher nicht gefährlich.

Weitere Informationen zum Wolf in Hessen sind auf der Website des HLNUG abrufbar: http://u.epd.de/1vur

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