Bauernverband: Ministerin Hinz tut zu wenig gegen Wölfe

Friedrichsdorf/Taunus (epd)

Der Hessische Bauernverband hat Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Grüne) Untätigkeit beim Umgang mit Wölfen vorgeworfen. Sie ignoriere die Sorgen der Weidetierhalter, teilte der Bauernverband am 14. Juli in Friedrichsdorf mit.

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg habe eine Wölfin 22 Schafe, Ziegen und Kälber getötet. Auch im Vogelsberg und im Odenwald sei es zu Wolfsrissen an landwirtschaftlichen Nutztieren gekommen. In Deutschland lebten mittlerweile zwischen 1.350 und 1.950 Wölfe, die Zahl der amtlich dokumentierten Risse von Weidetieren sei "rasant angestiegen", erklärte der Verband.

Er fordert daher "den gezielten Abschuss von Problemwölfen als die einzige effektive Maßnahme, um Weidetiere und deren Halter vor Leid zu bewahren." Die vom hessischen Landwirtschaftsministerium propagierten "sehr aufwendigen und teuren" Herdenschutzmaßnahmen, die Erhöhung der Herdenschutzprämie und die im Februar beschlossene Weidetierprämie reichten nicht aus.

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