Straßenmagazin "Asphalt" startet Partnerschaft mit documenta

Hannover, Kassel (epd).

Das niedersächsische Straßenmagazin „Asphalt“ hat eine Medienpartnerschaft mit der Weltkunstausstellung „documenta fifteen“ gestartet. Vom 1. Oktober an seien in allen drei regionalen Editionen der Zeitschrift erstmals überhaupt die Namen aller etwa 50 ausstellenden Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung zu lesen, teilte „Asphalt“ am 30. September in Hannover mit. Die documenta fifteen findet vom 18. Juni bis 25. September 2022 in Kassel statt. Die künstlerische Leitung hat das indonesische Künstlerkollektiv „ruangrupa“.

Die Künstler präsentieren in dem Magazin unter anderem den bisherigen Stand ihrer Arbeiten. Über ein Netzwerk von Straßenzeitungen sind die Beiträge später dann auch in anderen Bundesländern zu lesen. „Wir freuen uns sehr über die Wertschätzung und den Respekt vor unserem etwas anderen Journalismus-Ansatz im Netzwerk“, sagte Asphalt-Redaktionsleiter Volker Macke. In Zusammenarbeit mit den Künstlern seien in den kommenden Ausgaben stets exklusive Beiträge zur documenta geplant. Die 1955 gegründete documenta gilt weltweit als bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst.

„Asphalt“ wird von rund 170 Menschen in prekären Lebenssituationen verkauft, die vom Erlös von 2,20 oder 2,50 Euro die Hälfte für sich behalten können. Das 1994 gegründete Magazin erscheint in Hannover und 30 weiteren Städten in Niedersachsen sowie in angrenzenden Gebieten in Nordhessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen in einer monatlichen Auflage von rund 25.000 Exemplaren. Im Mittelpunkt stehen soziale Themen wie Armut oder Wohnungslosigkeit. Zum dreiköpfigen Herausgeberkreis gehören die Theologin Margot Käßmann, der Kabarettist Matthias Brodowy und Hannovers evangelischer Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes.

www.asphalt-magazin.de

https://documenta-fifteen.de