Sozialhilfeausgaben in Rheinland-Pfalz weiter gestiegen

Bad Ems (epd)

Die Sozialhilfeausgaben für kranke oder behinderte Menschen in Rheinland-Pfalz sind im vergangenen Jahr auf mehr als 1,2 Milliarden Euro angewachsen. Dies sei ein Anstieg um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte das Statistische Landesamt in Bad Ems am 8. August mit. Der größte Anteil an der Gesamtsumme entfiel mit 972 Millionen Euro auf die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung. In diesem Bereich seien die Kosten um 5,9 Prozent anstiegen.

Die Ausgaben für die Unterstützung Pflegebedürftiger in Form sogenannter Hilfe zur Pflege betrugen 164 Millionen Euro und waren im Vergleich zu 2017 rückläufig. Die Statistiker sehen den Grund dafür in den neuen Pflegestärkungsgesetzen, die dazu geführt hätten, dass mehr Leistungen durch die Pflegeversicherungen bezahlt würden. Die Kosten für zuletzt knapp 47.000 rheinland-pfälzischen Bezieher von Grundsicherung im Alter werden seit dem Berichtsjahr 2017 von der amtlichen Landesstatistik nicht mehr erhoben und wurden im Gegensatz zur Vergangenheit nicht mehr in der Gesamtsumme berücksichtigt.