Runder Tisch soll über Hebammengeld beraten

Wiesbaden (epd)

Um die Versorgung mit Hebammen landesweit zu sichern, hat der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne) einen Runden Tisch zu diesem Thema mit allen beteiligten Akteuren einberufen. Er soll am 14. Mai in Wiesbaden erstmals tagen, wie Klose am 25. April in der Landeshauptstadt sagte. Eines der Themen soll die konkrete Ausgestaltung des sogenannten Hebammengeldes sein, das CDU und Grüne in ihrer Koalitionsvereinbarung zugesagt haben. Darunter ist eine wie auch immer geartete Zusatzvergütung zu verstehen, die dazu beitragen soll, den Beruf attraktiver zu machen.

Die Arbeit von Hebammen könne nicht hoch genug geschätzt werden, sagte der Minister, der dieses Amt Mitte Januar von dem CDU-Politiker Stefan Grüttner übernommen hat, in seiner 100-Tage-Bilanz. Sie leisteten wertvolle Unterstützung vor, während und nach der Geburt des Kindes, und die Landesregierung wolle, dass möglichst viele Eltern von ihrer Tätigkeit profitieren können. Der Runde Tisch biete nun das Forum, um die nötigen Maßnahmen für eine verbesserte Hebammenversorgung zu beraten und die erforderlichen Schritte für die Zukunft zu treffen.

Als Ziele nannte Klose eine bessere Vergütung, mehr Ausbildungsplätze, wohnortnahe Einrichtung, eine berufsständische Vertretung sowie die vereinbarte Einführung eines hessischen Hebammengeldes. Ein Thema der Beratungen könnte nach seinen Worten auch die Frage sein, ob angesichts der relativ hohen Rate von geplanten Kaiserschnitten in Hessen mehr für natürliche Geburten geworben werden sollte.