CBM feiert 15-millionste Graue-Star-Operation

Bensheim (epd)

Die Christoffel-Blindenmission feiert die 15-millionste von ihr geförderte Graue-Star-Operation. Den Jubiläumseingriff habe das dreijährige ugandische Mädchen Nakisinde glücklich überstanden und könne jetzt sehen, teilte das Hilfswerk am 3. September im südhessischen Bensheim mit. "15 Millionen Operationen heißen auch 15 Millionen Mal ein besseres Leben", erklärte CBM-Vorstand Rainer Brockhaus. "Mein spezieller Dank gilt unseren Spenderinnen und Spendern. Nur mit ihrer Unterstützung konnten unsere Ärztinnen und Ärzte in den vergangenen 53 Jahren bereits 15 Millionen Mal Augenlicht schenken. So wie jetzt bei Nakisinde."

Das Mädchen wuchs nach CBM-Angaben als jüngstes von insgesamt sieben Kindern in einer ländlichen Region in Zentral-Uganda auf. Als sie ein Jahr alt war, bemerkte ihr Vater zum ersten Mal einen kleinen Fleck auf ihrem Auge. Beim Laufen stolperte sie immer öfter oder stieß irgendwo an. Eine Untersuchung im CBM-Partnerkrankenhaus Mengo in Kampala brachte die Diagnose: Nakisinde hatte auf beiden Augen Grauen Star, eine Eintrübung der Augenlinse. Diese konnte durch eine künstliche Linse ersetzt werden.

Eine Operation in den CBM-geförderten Projekten kostet bei Erwachsenen im Schnitt 30 Euro, bei Kindern wie Nakisinde wegen der erforderlichen Vollnarkose durchschnittlich 125 Euro. Das sei zu viel für arme Familien wie die Eltern Nakisindes, die als Bauern am Tag umgerechnet 2,36 Euro verdienten, erläuterte Brockhaus. "Mit der Förderung von Grauen-Star-Operationen sorgt die CBM daher für gerechtere Chancen."

Laut Hilfswerk sind weltweit 36 Millionen Menschen blind und 217 Millionen stark sehbehindert. Die meisten von ihnen lebten in Entwicklungsländern. Rund drei Viertel aller Sehbehinderungen könnten vermieden oder geheilt werden - auch der Graue Star, der mit Abstand die häufigste Blindheitsursache weltweit sei.

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