Zuständigkeit für Kirchen in Frankfurt geht an Grüne

Frankfurt (epd).

Die Zuständigkeit für die Kirchen im Frankfurter Magistrat wechselt von der CDU zu den Grünen. Das geht aus der Ressortverteilung in dem am 21. Mai vorgestellten Koalitionsvertrag der neuen Mehrheit aus Grünen, SPD, FDP und Volt hervor. Die sogenannte „Ampel plus“ will noch vor der Sommerpause die vier hauptamtlichen Dezernenten der CDU abwählen, zu denen auch der amtierende Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker gehört, der zugleich Kirchendezernent der Stadt ist.

Welcher Stadtrat der Grünen künftig für dieses Thema verantwortlich sein wird, wollte Grünen-Vorstandssprecher Bastian Bergerhoff auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) noch nicht sagen, da der Kreisvorstand der Partei erst in dieser Woche über Personalfragen sprechen werde. Als einer der Anwärter gilt Gesundheitsdezernent Stefan Majer, der auch dem Dekanatssynodalvorstand der Evangelischen Kirche in Frankfurt angehört. Die Grünen stellen in der künftigen Stadtregierung fünf statt bisher zwei hauptamtliche Dezernenten, darunter die Bürgermeisterin und Integrationsdezernentin, den Stadtkämmerer sowie die Verantwortlichen für Verkehr und wie bisher Umwelt. Bergerhoff versicherte aber, der neue Dezernent oder die neue Dezernentin werde das bisher von Becker gepflegte gute Verhältnis mit den Kirchen sicher fortführen.

Auf Lob des Hessischen Flüchtlingsrats stieß am 21. Mai, dass die neue Koalition Frankfurt zum „sicheren Hafen“ für Geflüchtete erklären und die Unterbringung der Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften oder Hotels beenden will. Sie sollen stattdessen spätestens in fünf Jahren alle in Wohnungen leben.