Mehrere Tausend Menschen bei "Montagsspaziergängen" in Hessen

Frankfurt a.M. (epd).

Am 3. Januar sind in Hessen mehrere Tausend Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen die Corona-Schutzmaßnahmen zu demonstrieren. In Fulda griff ein 35-jähriger Mann einen Polizeibeamten an, der zur Abwehr Pfefferspray eingesetzt habe, wie das Polizeipräsidium Osthessen am 4. Januar mitteilte. Der Beamte habe leichte Verletzungen am Arm erlitten, der Angreifer sei vorläufig festgenommen worden. Ihn erwarte nun ein Strafverfahren unter anderem wegen des Widerstands gegen Polizeivollzugsbeamte und des Verdachts des Landfriedensbruchs.

Weitere nicht angemeldete Aktionen gab es den Angaben zufolge in Osthessen unter anderem in Alsfeld, Bad Hersfeld, Homberg/Ohm, Hünfeld, Neuhof, Lauterbach, Rotenburg, Schlitz und Schotten mit Teilnehmendenzahlen zumeist im zweistelligen Bereich. Diese verliefen größtenteils friedlich.

In Mittelhessen zählte die Polizei bei den sogenannten „Montagsspaziergängen“ insgesamt rund 3.000 Teilnehmende. Aktionen gab es unter anderem in Allendorf (Lumda), Fernwald, Grünberg, Gießen, Wetzlar, Marburg, Bad Nauheim, Butzbach, Friedberg und Bad Vilbel. Es seien nur wenige Verstöße gegen die Versammlungsauflagen registriert worden, sagte eine Polizeisprecherin.

In Nordhessen zählte die Polizei rund 1.600 Demonstrierende. Versammlungen habe es unter anderem in Kaufungen, Wolfhagen, Fritzlar, Schwalmstadt, Korbach, Bad Arolsen und Volkmarsen gegeben. Die nicht angemeldete Versammlung in Kassel mit etwa 380 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sei aufgelöst worden, besondere Vorkommnisse habe es nicht gegeben.

Am wenigsten Resonanz fanden die Aufrufe der Corona-Gegner in Hessens größter Stadt Frankfurt. An einer angemeldeten Versammlung auf dem Rathenauplatz nahmen rund 25 Personen teil, wie ein Polizeisprecher dem epd mitteilte. Eine unangemeldete Versammlung am Römerberg mit etwa 100 Demonstrierenden sei aufgelöst worden.