Bouffier erinnert an ermordeten Walter Lübcke

Wiesbaden (epd).

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat am 1. Juni in Wiesbaden an seinen ermordeten Parteifreund und ehemaligen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke erinnert. „Sein klares Wort und seine Standhaftigkeit, sich für ein freies Land und einen demokratischen Rechtsstaat einzusetzen, in dem jeder seine Meinung äußern darf, vermissen wir schmerzlich“, erklärte Bouffier. Der Mord an ihm sei Verpflichtung, „Haltung zu zeigen, auch wenn man Gegenwind spürt“ und für die Grundwerte der Demokratie einzustehen.

„Wir dürfen extremistischen Gruppen nicht unsere Demokratie überlassen - eine Demokratie, für die wir hart gekämpft haben“, mahnte der Ministerpräsident. „Unsere Stimme für Menschenrechte und die Freiheit muss noch lauter werden und sich gegen Ausgrenzung, Gewalt, Hass und Hetze erheben. Dafür stand Walter Lübcke“, sagte Bouffier.

Nach den Angaben der Staatskanzlei wird Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) im Namen des Ministerpräsidenten am 2. Juni am Grab von Walter Lübcke im nordhessischen Wolfhagen-Istha einen Kranz niederlegen. Der Politiker war in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses in Istha ermordet worden.

Lübcke wurde am 1. Dezember 2019 posthum mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen geehrt. 2020 wurde erstmals ein nach ihm benannter Demokratie-Preis vergeben. Er ging an Robert Erkan, der sich bei der Betreuung der Angehörigen der Opfer des Anschlags von Hanau engagiert hat, die Journalistin Dunja Hayali und das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus und Rassismus - für demokratische Kultur in Hessen.

Bereits am 31. Mai hatten Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) und der hessische Landtagspräsident Boris Rhein (CDU) Walter Lübckes gedacht und für Demokratie und Menschenrechte geworben.

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