Technischer Defekt verursachte Museumsbrand

Frankfurt a.M. (epd)

Der Brand im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main ist nach Angaben der Polizei auf einen technischen Defekt zurückzuführen. Brandstiftung könne ausgeschlossen werden, sagte eine Polizeisprecherin am 30. Juli dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das Feuer habe sich an einem Dieselnotstromaggregat im Dachbereich entzündet. Die genaue Schadensumme werde noch geschätzt, voraussichtlich belaufe sie sich auf mehrere Zehntausend Euro.

Das Museum arbeite normal, sagte die Pressesprecherin Mira Starke. Derzeit werde keine Ausstellung gezeigt, das Foyer sei für Besucher geöffnet. Die Mitarbeiter bereiteten die Ausstellung "Museum" vor, die am 16. August eröffnet werde. 30 Künstler stellten dann Filme, Malereien und Installationen vor, die "Freiheitsräume der Kunst" hinterfragten.

Die Feuerwehr hatte den am Vormittag des 29. Juli ausgebrochenen Brand mit 70 Einsatzkräften bis zum Nachmittag gelöscht. Personen seien nicht zu Schaden gekommen, auch Kunstgegenstände seien nicht gefährdet worden. Passanten hatten Rauch aus dem Dach bemerkt und die Einsatzkräfte alarmiert.

Das Museum gilt als eines der bedeutenden Häuser für Gegenwartskunst in Deutschland. Es wurde von dem Wiener Architekten Hans Hollein in der Form eines Tortenstücks entworfen und 1991 eröffnet. Die Sammlung umfasst mehr als 5.000 Werke seit den 1960er Jahren, dazu gehören Gemälde, Fotografien, Skulpturen, Zeichnungen und Videoinstallationen.