Proben für Chor-Musical "Martin Luther King" beginnen

Wetzlar, Darmstadt (epd)

In diesen Tagen beginnen die Proben für die Tournee des Chor-Musicals "Martin Luther King - Ein Traum verändert die Welt" mit bundesweit 20 Aufführungen, die am 4. April 2020 in der Wetzlarer Rittal-Arena endet. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gehöre dort zu den wesentlichen Unterstützern, teilte Pressesprecher Volker Rahn am Freitag in Darmstadt mit. Herzstück der Show sei der Chor mit Sängerinnen und Sängern aus der Region. Das Musical erinnere daran, dass die Botschaft des 1968 ermordeten schwarzen US-Pastors und Bürgerrechtlers vom gleichen Recht für alle heute so aktuell sei wie einst.

Die Melodien der Komponisten Hanjo Gäbler und Christoph Terbuyken und die Texte von Andreas Malessa illustrieren eine Zeit des Umbruchs und der sozialen Verwerfungen und zeigen Martin Luther King mit seinen Motivationen, Träumen und auch Fehlern. Bundesweit haben sich nach EKHN-Angaben rund 15.000 Sängerinnen und Sänger angemeldet, die das Stück gemeinsam mit Musical-Profis und einer Big-Band auf die Bühne bringen. In Wetzlar seien 30 Chöre aus der ganzen Region sowie viele Einzelsänger dabei, insgesamt mehr als 1.200 Stimmen. Die 22 Stücke des Mitsing-Musicals würden in den heimischen Chören mit Hilfe von Übungs-CDs sowie bei gemeinsamen Chorproben einstudiert.

Veranstalter der Aufführung in Wetzlar ist die Stiftung Creative Kirche in Kooperation mit der EKHN, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (Baptisten- und Brüdergemeinden). Im Rahmen der Aktion "Gospel für eine gerechtere Welt" unterstützt das Musical ein Projekt des evangelischen Hilfswerks "Brot für die Welt" im Norden Kenias, das den Zugang zu sauberem Trinkwasser sichert. Weitere Aktionspartner sind die Versicherer im Raum der Kirchen und die Bank im Bistum Essen.

In einer Mischung aus Gospel, Rock 'n' Roll, Motown und Pop entführt die Show ihr Publikum in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Schon zu Beginn fällt jener Schuss, der dem Leben des nur 39 Jahre alten Baptistenpastors ein Ende setzte. Der Titelsong "Ich hab den Traum" spielt an auf Kings legendäre Rede beim Marsch auf Washington, ein Jahr später erhielt er in Stockholm den Friedensnobelpreis. Weiter geht es um Kings gewaltbereiten Widersacher, seine Familie - und um seine Mitstreiterin Rosa Parks. Sie weigerte sich, einen für Weiße reservierten Sitzplatz im Bus zu verlassen, und löste so den Busstreik von Montgomery aus, der wiederum das Ende der Rassentrennung einläutete.