"Preis der Stiftung Buchkunst" geht nach Leipzig

Frankfurt a.M., Leipzig (epd)

Ein Buch über das Wiedervereinigungsjahr 1990 ist mit dem diesjährigen "Preis der Stiftung Buchkunst" geehrt worden. Das Werk "Das Jahr 1990 freilegen" sei im Leipziger Verlag Spector Books erschienen und enthalte auf knapp 600 Seiten aufwendig recherchiertes Fotomaterial, Zitate, Aufsätze und Interviews, teilte die Stiftung am 4. September in Frankfurt am Main mit. Der Preis für das schönste deutsche Buch wird seit 1984 verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.

"Das Jahr 1990 freilegen" von Spector Books-Verleger Jan Wenzel und Grafiker Wolfgang Schwärzler ermögliche individuelle Einstiege in das umwälzende Jahr 1990, erklärte die Stiftung. Bisher zum Teil unveröffentlichte, überwiegend in Schwarz-Weiß gehaltene Bildstrecken von Fotografen machten das von großen Erwartungen und erster Ernüchterung geprägte Jahr lebendig. Das Buch sei "ein Wälzer, den man auch so nennen darf". Man könne das Buch "aufschlagen und hinabfahren ins 'Bergwerk der Erinnerung'".

Das ausgezeichnete Buch wurde von einer fünfköpfigen Jury aus den 25 schönsten deutschen Büchern ausgewählt, die die Stiftung Buchkunst im Juni bekanntgegeben hatte. Am 4. September wurden auch die Gewinner der "Förderpreise für junge Buchgestaltung" geehrt. Die mit je 2.000 Euro dotierten Preise gingen an Paulina Mohr ("Die Bibel - Über Frauen"), Robert Steinmüller ("Aphelion") sowie Cristina Zickert, Rieke Bogena und Zora Asse vom Institut für Buchkunst, Leipzig ("Off/On Stage").

Die Stiftung Buchkunst mit Sitz in Frankfurt am Main und Leipzig begleitet die deutsche Buchproduktion seit 1966. Ziel ist es nach ihren Angaben, die Qualität des Buches in technischer und künstlerischer Hinsicht zu fördern. Mit ihren Wettbewerben will sie "den Blick der Öffentlichkeit über den Inhalt hinaus auf buchgestalterische und buchherstellerische Spitzenleistungen lenken".

www.stiftung-buchkunst.de

https://spectorbooks.com/