Neubau der Frankfurter Städtischen Bühnen rückt näher

Frankfurt a.M. (epd)

Der Neubau der Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main rückt näher. Der Magistrat hat am 20. Juli die Stabsstelle zur Zukunft der Bühnen beauftragt, die fünf Standortvarianten näher zu untersuchen, wie die Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) mitteilte. "Das ist ein sehr gutes Ergebnis zu Beginn der Sommerpause und ebnet den Weg für die Entscheidung, wo Oper und Schauspiel gebaut werden sollen", sagte Hartwig. Bereits im Januar hatte die Stadtverordnetenversammlung für einen Neubau und gegen eine Sanierung votiert. Der Neubau eines Gebäudes am bisherigen Standort Willy-Brandt-Platz und der Neubau eines weiteren Gebäudes auf einem noch zu findenden Grundstück würde rund 809 Millionen Euro kosten.

Insgesamt gibt es fünf Neubauvarianten. Variante eins sieht das Schauspiel auf dem heutigen Platz der Doppelanlage vor, die Oper entstünde gegenüber in den Wallanlagen. Variante zwei verfolgt den Gedanken einer Kulturmeile: In der Mainzer Straße entstünde ein Opern-Neubau, das Schauspiel bliebe auf dem Willy-Brandt-Platz und würde ebenfalls ein neues Gebäude erhalten. Bei der dritten Variante würde das Schauspiel am Opernplatz entstehen, während die Oper am Willy-Brandt-Platz verbliebe. Variante vier sieht einen Neubau der Doppelanlage auf dem Willy-Brandt-Platz vor. Bei Variante fünf entstünde ein Neubau der Doppelanlage auf einem Grundstück am Osthafen.

Kulturdezernentin Hartwig hatte sich in der jüngsten Vergangenheit bereits klar für die Variante mit einer Oper am Rande der Wallanlage und einem neuen Schauspiel auf dem Willy-Brandt-Platz ausgesprochen. Sie sei besonders reizvoll für Frankfurt, weil damit die einmalige Chance entstünde, die Wallanlagen zu einer Kulturmeile auszubauen. "Das Zusammenspiel von Kulturbauten, Grünanlagen und Hochhäusern besitzt meiner Meinung nach ein großes Potenzial für die zukünftige Entwicklung unserer Innenstadt", sagte Hartwig.