Musik-Bild-Projekt von Sebastiao Salgado in Frankfurt
Frankfurt a.M. (epd).

Die Alte Oper Frankfurt am Main präsentiert vom 19. bis 21. September die Musik-Bild-Inszenierung „Amazonia“ des brasilianischen Fotografen Sebastiao Salgado. Bei der erstmaligen Aufführung in Deutschland werden Aufnahmen Salgados aus dem Amazonasgebiet gezeigt, wie die Alte Oper Frankfurt am 3. Juni mitteilte. Dazu spielt das hr-Sinfonieorchester unter anderem die „Regenwald-Suite“ des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos und Philip Glass’ Regenwald-Hommage „Aguas da Amazonia“.

Zudem wird auf dem „Amazonia-Festival“ der Dokumentarfilm „Das Salz der Erde“ von Wim Wenders und Salgados Sohn Juliano Ribeiro Salgado gezeigt, die beide den Fotografen bei der Arbeit begleiteten. Die Teilnahme der Filmemacher und des Porträtierten Sebastiao Salgado an Podiumsgesprächen ist angekündigt. Ein Konzert des argentinischen Pianisten José Gallardo wird von einem Podiumsgespräch mit Salgado, seinem Sohn, Naturwissenschaftlern und einer Bankvorständin über den Regenwald begleitet. Nationale und internationale Institutionen präsentieren ihre Arbeit im Foyer.

Sebastiao Ribeiro Salgado (80) studierte Wirtschaftswissenschaften, emigrierte während der brasilianischen Militärdiktatur 1969 nach Paris, wurde Entwicklungshelfer und machte 1973 die Fotografie zu seinem Beruf. Die Hauptmotive seiner ausnahmslos in schwarz-weiß gehaltenen Fotografien waren zunächst Armut, Flucht, Heimatlosigkeit und Krieg, dann die Natur- und Landschaftsfotografie. Mitte der 90er Jahre kehrte Salgado mit seiner Frau, der Architektin Lélia Wanick Salgado, nach Brasilien zurück. Das Ehepaar gestaltete 680 Hektar Grundeigentum zu einem Naturschutzgebiet und gründete das gemeinnützige „Instituto Terra“. Der mehrfach ausgezeichnete Fotograf erhielt 2019 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

„Amazonia“ in der Alten Oper: http://u.epd.de/30yj