Mathildenhöhe zeigt Schau über Inszenierung vor der Kamera

Darmstadt (epd)

Das Institut Mathildenhöhe in Darmstadt zeigt vom 24. Oktober bis zum 28. Februar 2021 eine Ausstellung über die Inszenierung vor der Kamera. Die Schau mit dem Titel "Staging Identity. Zwischen Maskerade, Körperinszenierung und Rollenspiel" eröffne ein Panorama der Auseinandersetzung mit dem inszenierten Selbst zwischen spielerischem, ironischem und politischem Blick auf das Thema Identität, teilte das Institut am 23. Juni mit. Sie versammele Arbeiten vom Ende der 1970er Jahre bis heute unter anderen von Candice Breitz, Elsa & Johanna, Samuel Fosso, Rodney Graham, Pipilotti Rist und Cindy Sherman.

Am 28. November werde zudem der 2. Teil der Sammlungsausstellung "Raumkunst - Made in Darmstadt" eröffnet, teilte das Institut Mathildenhöhe weiter mit. Anknüpfend an den ersten Teil der Sammlungspräsentation "Raumkunst - Made in Darmstadt 1901" blicke der zweite Teil auf das innovative Schaffen der Mitglieder der Künstlerkolonie Darmstadt in den Jahren 1904 bis 1914 zurück. Die Schau nehme Bezug auf deren Idee, mit jedem einzelnen Projektentwurf eine Durchdringung von Kunst und Alltag zu erreichen.

Die Neupräsentation befasst sich laut Institut unter anderem mit der Entwicklung eines neuen ästhetischen Leitbilds, das Funktionalität, Einfachheit und serienmäßig hergestellte Waren mit neuen Vertriebswegen verband. Vor allem der Architekt und Designer Joseph Maria Olbrich (1867-1908) und der Maler und Grafiker Peter Behrens (1868-1940) hätten mit ihrer zukunftsorientierten Architektur und ihrer modernen Innenraumgestaltung neue Maßstäbe gesetzt.

Zu sehen sind mehr als 150 Objekte, darunter Möbel, Keramiken, Bücher, Textilien, Skulpturen, Modelle, Gemälde, Druckgrafiken und Zeichnungen von Olbrich, Behrens, Albin Müller, Emanuel Josef Margold und anderen. Sie sollten die Bedeutung der Mathildenhöhe etwa für die Entwicklung der Design- und Architekturgeschichte anschaulich machen, hieß es.

www.mathildenhoehe.eu