Kulturfonds fördert zehn Projekte mit 2,9 Millionen Euro

Frankfurt a.M. (epd).

Der Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main fördert bis 2023 zehn Projekte mit rund 2,9 Millionen Euro. Ziel sei es, die zentrale Rolle von Kunst und Kultur in der Region nach mehr als 14 Pandemiemonaten stark zu erhalten und weiterzuentwickeln, erklärte die Geschäftsführerin des Kulturfonds, Karin Wolff, am 28. Mai in Frankfurt am Main. Themenschwerpunkte seien „Erzählung. Macht. Identität“, „Frankfurt Rhein-Main als Transformator der Moderne in Europa“ und „Internationalität“.

Gefördert werde etwa der Bau einer temporären Freilichtbühne im Kaiserleiviertel zwischen Frankfurt und Offenbach, bei dem das „Frankfurt LAB“ (Musik-, Theater- und Tanzlabor der Moderne) und das Künstlerhaus Mousonturm kooperieren. In dem „Sommerbau“ mit überdachten Zweierlogen für bis zu 250 Zuschauerinnen und Zuschauer sollen vom 31. Juli bis 28. September dieses Jahres mehrere Theater- und Tanzproduktionen stattfinden.

Gefördert werden auch die Ausstellungen „Vor der Stunde null“ (11. März bis 12. Juni 2022) in der Kunsthalle Schirn und „Mythos Handwerk“ (18. März bis 28. August 2022) im Museum Angewandte Kunst. Die Schau in der Schirn gibt einen Überblick über das Kunstschaffen in Deutschland in der Zeit zwischen 1933 und 1945 anhand 15 ausgewählter Künstlerbiografien. Die Ausstellung „Mythos Handwerk“ soll universelle Klischees und Werte, die mit dem Handwerk verknüpft wurden und werden, neu bewerten.

Eine weitere vom Kulturfonds geförderte Ausstellung befasst sich mit „Wasser im Jugendstil - Zwischen Heilerwartung und Zerstörung“, die vom vom 13. Mai bis 13. Oktober 2022 im Museum Wiesbaden zu sehen ist. Die versammelten Kunstwerke sollen zeigen, welchen Stellenwert das Element Wasser in der hessischen Kurstadt einnimmt und wie Wasser als Ausdrucks- und Lebensform eine künstlerische Umsetzung erfuhr.

Das Städel-Museum Frankfurt initiiert in Kooperation mit dem Museo Nacional del Prado Madrid die Ausstellung „Guido Reni. Die Schönheit des Göttlichen“. Diese erste große Schau in Deutschland seit 30 Jahren soll den Angaben zufolge neue Perspektiven auf den italienischen Barockmaler (1575-1642) eröffnen. Sie ist vom 23. November bis zum 5. März 2023 geplant.

Geld fließt auch in das Projekt „Encounter RWF/RWF entdecken“. Damit möchte das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt Zugänge zu den Werken Rainer Werner Fassbinders (1945-1982) legen und der Frage auf den Grund gehen, ob die Bedeutung des Regisseurs festgeschrieben ist oder ob es für die Gegenwart neue Ansichten benötigt. Nationale wie internationale Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Film, Musik, Theater und Vermittlerpersönlichkeiten sollen dazu eigene Positionen entwickeln. Das Projekt beginnt am 1. Dezember 2021 und endet 2023.

Der Kulturfonds unterstützt schließlich mehrere Musikprojekte, etwa das interdisziplinäre Format „Freispiel“ der Jungen Deutsche Philharmonie (29. August bis 5. September 2022), das Festival „cresc… 2022: ME WE“, das von der Deutschen Ensemble Akademie an zwei Wochenenden im Februar und März 2022 ausgerichtet wird, sowie die Aufführung des „War Requiem op. 66“ von Benjamin Britten in diesem Herbst (1. bis 3. Oktober).

Pressemitteilung: http://u.epd.de/1v5o

www.kulturfonds-frm.de