Festakt zur Eröffnung des Deutschen Romantik-Museums

Frankfurt a.M., Wiesbaden (epd).

Die Eröffnung des Deutschen Romantik-Museums in Frankfurt am Main am 14. September ist mit einem Festakt am 13. September gefeiert worden. „Der Neubau des Museums ist die wunderschöne Hülle, in der eine hervorragend kuratierte Ausstellung den Zauber der Romantik zum Leben erweckt“, sagte die hessische Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) in Wiesbaden. Das Museum ist nach fünfjähriger Bauzeit fertiggestellt worden.

Anlässlich der Eröffnung inszeniert der Lichtkünstler Robert Seidel eine Projektion auf die Fassade. Die Lichtprojektion mit dem Namen „Obsidian“ ist nach Angaben des Museums noch bis 14. September jeweils ab Dämmerung bis 23 Uhr zu sehen. Zur Feier am 13. September sind als Rednerin neben Dorn unter anderem die Bundesstaatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU), erwartet worden. Der Schriftsteller Daniel Kehlmann und Musiker haben den Abend mitgestaltet.

Der dreigliedrige, in unterschiedlichen Gelbtönen gestrichene Neubau mit einem gläsernen Erker nach dem Entwurf des Frankfurter Architekten Christoph Mäckler schließt direkt an das wieder historisch aufgebaute Geburtshaus von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) an. Die planmäßig eingehaltenen Kosten von zwölf Millionen Euro für den Bau und 6,5 Millionen für die Ausstattung teilten sich private Spender, Bund, Land und Stadt. Den größten Teil brachten 1.500 private Spenden mit insgesamt neun Millionen Euro auf.

Das Museum soll nach den Worten der Direktorin Anne Bohnenkamp-Renken in die Epoche der deutschen Romantik (ca. 1790-1850) einführen und die Verschränkung der Literatur mit der Kunst, Musik, Philosophie und Gesellschaft aufzeigen. Die multimediale Ausstellung solle auf 1.200 Quadratmetern die Ideen, Werke und Personenbeziehungen der Romantiker ans Licht bringen. Im Dialog mit dem benachbarten Goethe-Haus sind historische Manuskripte, Graphiken, Gemälde und Gebrauchsgegenstände zu sehen. Für Wechselausstellungen sind 400 Quadratmeter Fläche vorgesehen.

Grundlage des Museums ist die Sammlung zur Literatur der deutschen Romantik, die in den vergangenen 100 Jahren vom Freien Deutschen Hochstift, dem Träger des Goethe-Hauses, zusammengetragen wurde. Dazu gehören Handschriften etwa von Novalis (Friedrich von Hardenberg), Friedrich Schlegel, Joseph von Eichendorff, Ludwig Tieck, Clemens Brentano sowie Achim und Bettine von Arnim. Teil der Sammlung sind auch Kompositionsentwürfe von Robert Schumann und bekannte Gemälde wie Caspar David Friedrichs „Der Abendstern“, Johann Heinrich Füsslis „Der Nachtmahr“, Bilder von Carl Gustav Carus und Graphiken von Philipp Otto Runge.

www.deutsches-romantik-museum.de

www.freies-deutsches-hochstift.de