Mit "#Osterhoffnung" und "Stepi" durch die Pandemie

Darmstadt (epd)

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wendet sich zum Osterfest mit einem bunten Schreiben an knapp eine Million evangelische Haushalte zwischen Biedenkopf und Neckarsteinach. Unter dem Motto "#Osterhoffnung" erkläre es auf 16 Seiten, warum Ostern gerade in der Corona-Krise Kraft und Zuversicht geben könne, sagte Pressesprecher Volker Rahn am 29. März in Darmstadt. Außerdem gebe es Tipps zur Feier einer Hausandacht. Leitfarbe des Schreibens sei ein knalliges Rot, das als Symbol für die Farbe des Lebens gilt. Die Aktion "#Osterhoffnung" gehört zur Reihe der "Impulspost"-Sendungen, mit der die EKHN regelmäßig ihre Mitglieder kontaktiert.

Kirchenpräsident Volker Jung beschreibt in der Postsendung das herausfordernde Leben in der Corona-Pandemie zwischen Überforderung, Existenzangst und Todesfurcht. "Besonders bedrückend ist das Leiden und Sterben vieler Menschen", sagte Jung. "In unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei ihnen." Inzwischen könne man aber auch wieder mit größerer Zuversicht nach vorne schauen, neue Perspektiven eröffneten sich etwa durch das Impfen. Auch die Frühlingsmonate und die Botschaft "Ostern ist das Ende vom Ende" schenkten neue Hoffnung.

Der Kirchenpräsident bekräftigte, dass die Landeskirche nach Möglichkeit an Karfreitag und Ostern an Präsenzgottesdiensten festhalten wolle. Die Gemeinden sollten sie "sehr verantwortungsvoll" unter Einhaltung der bewährten Hygiene- und Schutzkonzepte organisieren. Allerdings rate die EKHN dazu, ab einer Inzidenz von 200 auf Präsenzgottesdienste zu verzichten.

Zur Aktion "#Osterhoffnung" zählt auch ein Video mit dem Kulttrainer des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, Dragoslav Stepanovic. "Stepi" gab 1992 mit der Eintracht in einem dramatischen Finale am letzten Spieltag die Meisterschaft an Stuttgart aus der Hand. Er kommentierte dies mit dem inzwischen fast sprichwörtlichen Zitat: "Lebbe geht weider". Der 72-jährige Stepanovic sei auf die EKHN zugekommen und habe dabei helfen wollen, "ein hoffnungsvolles Zeichen in der Pandemie zu setzen", sagte Rahn.

Der serbisch-orthodoxe Christ erzählt in dem einminütigen Video die biblische Auferstehungsgeschichte nach. Und sie wird natürlich umrahmt mit seinem einprägsamen Satz "Lebbe geht weider". Die freie Textvorlage basiert auf dem Johannesevangelium (Kapitel 20, Verse 11-18). Stepanovic erzählt anschließend, dass er Ostern als "größten kirchlichen Feiertag" zweimal feiere. Zuerst wie die evangelischen und katholischen Christen, dann vier Wochen später das serbisch-orthodoxe Fest.

Neben dem Video mit "Stepi" werde die Aktion #Osterhoffnung auch mit Angeboten im Internet verknüpft, ergänzte Rahn. Die Internetseite www.osterhoffnung.de gebe unter anderem Tipps für den Besuch von vornehmlich digitalen Gottesdiensten oder besonderen Oster-Aktionen. Außerdem biete sie Hinweise, wie Familien mit Kindern Ostern auch in der Pandemie feiern können, und eine Ostergeschichte auf Hessisch. Unterstützt werde das Angebot in den sozialen Medien der EKHN bei Instagram, Facebook und Twitter mit dem Hashtag #Osterhoffnung.

www.osterhoffnung.de

www.ekhn.de

Osterfilm mit Dragoslav Stepanovic auf www.osterhoffnung.de

oder Youtube: ekhn.link/stepi