Mainzer Johanniskirche für Landesausstellung regelmäßig geöffnet

Mainz (epd)

Die 1.500 Jahre alte Mainzer Johanniskirche öffnet für die Dauer der großen Mittelalter-Ausstellung im Landesmuseum Mainz erstmals seit Jahren wieder regelmäßig ihre Türen für Besucher. Der alte Mainzer Dom ist einer von über 20 historischen Stätten in Rheinland-Pfalz, die mit eigenen Angeboten die Landesausstellung "Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht. Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa" ergänzen. Die evangelische Kirche verfüge mit St. Johannis über einen "wahrhaftigen Ort", an dem sich Geschichte abgespielt habe, sagte der Mainzer Dekan Andreas Klodt.

Wegen der seit Jahren laufenden aufwendigen archäologischen Forschungsarbeiten gleicht der Innenraum der Basilika noch einer Baustelle und konnte bislang nur zu wenigen ausgewählten Terminen besucht werden. In den kommenden Monaten soll St. Johannis als "Korrespondenzort" der Landesausstellung nun zunächst dreimal wöchentlich dienstags, samstags und sonntags geöffnet werden. Im Innenraum wurde ein Rundweg mit mehreren Stationen aufgebaut, an denen Funde der Grabungen und Filme über die Forschungsarbeit zu sehen sind. Einige kleine Modelle stellen St. Johannis in verschiedenen Jahrhunderten dar.

Dei Arbeiten würden auch während der Besuchsstunden weiterlaufen, sagte der wissenschaftliche Forschungsleiter Guido Faccani. Aufgrund der Pandemie-Bestimmungen kann sich nur eine bestimmte Zahl von Besuchern gleichzeitig in der Kirche aufhalten, Voranmeldungen sind allerdings nicht nötig. In der Johanniskirche fanden seit 2013 archäologische Ausgrabungen statt, bei denen der Nachweis erbracht werden konnte, dass es sich um die frühe Bischofskirche des Erzbistums Mainz und eine der ältesten erhaltenen Kirchen Deutschlands handelt. Im alten Mainzer Dom wurden 1002 mit Heinrich II. und 1024 mit Konrad II. auch zwei deutsche Könige gekrönt.

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