Kirchenpräsident Jung: Karfreitag stellt Frage nach Sinn

Darmstadt (epd)

Der Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame stellt nach den Worten des hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung vor Augen, wie gefährdet menschliches Leben immer ist. Wenn eine Kirche brenne, werde symbolisch die Frage berührt, ob es im Leben Halt und Sinn gibt, sagte Jung am 17. April in Darmstadt. Mit dieser Frage blickten Menschen am Karfreitag auch auf das Kreuz, an dem Jesus starb. Das Kreuz führe vor Augen, was Menschen einander in Kriegen, in Terror und in den "Kriegen des Alltags" antun. "Das Kreuz hält uns einen Spiegel vor, einen Spiegel des Grauens, in dem wir auch uns selbst erkennen", sagte Jung.

Das Kreuz ist nach den Worten von Jung aber auch der Ort, an dem sich Gott mit den Menschen verbunden hat. "Es ist der Aufruf, sich der Verzweiflung zu stellen und nicht in ihr zu bleiben." Durch Jesus zeige Gott, dass er die Welt und die Menschen nicht einfach fallen lasse. "Damit wir aus der Kraft der Liebe leben, die unseren Tod trägt, so dass wir zum Leben finden", sagte Jung. Und vom Kreuz komme der Auftrag: "Seid füreinander da. Lebt die Liebe, mit der Gott euch geliebt hat."

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