Kirchen in Hessen betonen die stärkende Kraft der Osterbotschaft

Frankfurt a.M. (epd)

Die Kirchen in Hessen haben die Menschen aufgefordert, den Mut nicht zu verlieren und an die verändernde Kraft der Osterbotschaft zu glauben. Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung bezeichnete die Osterbotschaft in der Corona-Pandemie als "Kraftquelle für das Hier und Jetzt". Ostern sei die "große Botschaft des christlichen Glaubens vom Sieg des Lebens", erklärt Jung in einem auf der Internetseite der Landeskirche veröffentlichten Video. Dies könne gerade "in der Zeit der Pandemie stärkende und orientierende Kraft" geben.

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, nannte Ostern ein das Leben veränderndes Ereignis. Wer sich auf eine Begegnung mit dem auferstandenen Jesus einlasse, finde Orientierung, Hoffnung und Zuversicht, sagte der Limburger Bischof im Hohen Dom zu Limburg. Die Kirche sei der Raum, in dem sich diese Beziehung zwischen Menschen und Christus ereignen könne. "Darum liebe ich sie. Darum leide ich an der Kirche, wenn sie durch Skandale gläubige Menschen ins Wanken bringt oder durch erstarrte Strukturen und mangelnde Veränderungsbereitschaft vielen den Zugang zum Glauben blockiert", sagte Bätzing.

Die kurhessische Bischöfin Beate Hofmann sagte, die Botschaft von der Auferstehung Jesu sei ein "Wandlungsprozess in etwas radikal Neues". In ihm stecke eine große Kraft, erklärt Hofmann in ihrer Botschaft zum Osterfest. "Es gibt da etwas, das über das Vorfindliche, über Frustration, Absagen, Todeszahlen und R-Wert hinausreicht: eine Geschichte, eine Erfahrung, eine Perspektive." Sie erzähle von einem leeren Grab, von Erschrecken und Nichtverstehen, aber auch von Verwandlung, von neuer Orientierung, die das Herz leicht mache und Hoffnung stärke.

Die Auferstehung Jesu bringt nach den Worten des Mainzer Bischofs Peter Kohlgraf die ganze Welt zum Leuchten. "Unsere verwundeten Seelen brauchen gerade in diesen Wochen und Monaten den Glauben an neues Leben und eine Zukunft im Licht", sagte Kohlgraf im Mainzer Dom. "Die Auferstehung Jesu hat unsere Welt verändert. Das Dunkel des Todes ist nicht mehr die alles bestimmende Wirklichkeit."

Nach den Worten des Fuldaer Bischofs Michael Gerber ist die Ostererfahrung eine Zukunfts-Perspektive. Ostern öffne neue Horizonte und lade zum Aufbruch ein, sagte Gerber im Dom zu Fulda. Gerade in schwierigen Zeiten brauche es dabei die richtigen Worte und mutige Menschen. „Schwere Zeiten, spannungsvolle Situationen fordern Menschen heraus, die für eine neue Kultur stehen; die aus einer inneren Kraft leben.“ Dazu brauche es Menschen, die von einem Wort getragen seien, das nach vorne weise.

Ostern ist das wichtigste Fest der Christenheit. Es erinnert an die Mitte des christlichen Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Das Osterfest gilt als Symbol für den Sieg des Lebens über den Tod. Wegen der Corona-Pandemie haben viele Gemeinden das zweite Jahr in Folge auf Gottesdienste mit Gemeinde verzichtet oder unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln gefeiert. Zahlreiche Gottesdienste und Videobotschaften wurden ins Internet gestellt.

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