Fahndung nach gestohlener 800-Kilogramm-Glocke bislang erfolglos

Dietzenbach (epd).

In Hessen fahndet die Polizei bislang erfolglos nach dem Verbleib einer vom Friedhof in Dietzenbach gestohlenen, 800 Kilogramm schweren Kirchenglocke. Noch immer sei unklar, wie es den Tätern gelingen konnte, das historische Objekt vom Gelände fortzuschaffen, teilte das Polizeipräsidium Südosthessen am 3. Januar dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit. Die Stadt Dietzenbach und Bürgermeister Dieter Lang (SPD) als Privatmann setzten in der Zwischenzeit eine Belohnung von jeweils 500 Euro für Hinweise zum Verbleib der historischen Glocke aus.

Der Diebstahl hatte sich bereits Mitte der vergangenen Woche ereignet. Die Täter hatten vermutlich mit einem größeren Fahrzeug das Friedhofstor aufgebrochen und die auf einem Postament vor der Trauerhalle aufgestellte Stahlglocke mitgenommen, die ursprünglich im Turm der evangelischen Christuskirche gehangen hatte.

Als die Kirchengemeinde im Jahr 2008 neue Glocken gießen ließ, wurden die alten aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg an mehreren Orten in der Stadt aufgestellt. Stadt und Polizei vermuten, dass die Täter irrtümlicherweise annahmen, ihr Diebesgut bestehe aus Bronze statt aus dem deutlich billigeren Stahl. Ein Stadtsprecher bezifferte den Sachschaden an dem demolierten Friedhofstor auf 5.000 Euro. Die verschwundene Glocke sei von großem ideellen Wert für Dietzenbach.