Humanisten werden Träger eines stationären Hospizes

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Pflegebedürftige Frauen im Rollstuhl.
Fürth, Zirndorf (epd).

Der Hospizverein Fürth plant in Zirndorf (Landkreis Fürth) ein stationäres Hospiz. Trägerin und Betreiberin soll die Humanistische Vereinigung sein, bestätigte der katholische Fürther Dekan André Hermany dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Freitag. Hermany ist einer der Vorsitzenden des Hospizvereins. Mit der nicht-religiösen Humanistischen Vereinigung habe er kein Problem, sagte Hermany. Es gebe seit langem mit der Vereinigung eine gute Zusammenarbeit. „Es geht doch immer um die Bedürfnisse der Menschen selber“, so der Dekan, „wir wollen uns nicht auf religiösen Kriegsfuß begeben“.

Im August beziehen der Hospizverein und das Palliative Care-Team zunächst neue Räume in Fürth. Der Rabbiner der jüdischen Gemeinde Fürth, ein orthodoxer Priester und ein evangelischer Kollege seien mit dabei, wenn die neue Bleibe am 26. August eingeweiht würden, sagte Hermany. Der Vorsitzende des Vereins, der Mediziner Roland Hanke, erklärte: „Wir sind fest davon überzeugt, dass die spirituelle Kraft, die unsere Arbeit trägt, unabdingbar ist.“

Das Projekt stationäres Hospiz in Zirndorf ist noch in einer frühen Phase. Es werde noch der Bebauungsplan für das vorgesehene Grundstück erstellt, sagte Hanke. Das ganze Unternehmen sei abhängig von der Zusage der Krankenkassen. Die hätten die Zusage in Aussicht gestellt, sobald die Daten für den späteren Mietpreis vorlägen. Das werde wohl in den kommenden vier Wochen der Fall sein. (00/2274/06.08.2021)