Dokumentation: Experimentierwerkstatt zu "Kirche & Singles"

s:79:"Andrea König von der Fachstelle für Frauen und Güter Kusch vom Forum Männer";
Andrea König von der Fachstelle für Frauen und Güter Kusch vom Forum Männer
Nürnberg/München (epd)

Kirchen sollten Singles stärker in den Blick nehmen. Das war das Ergebnis einer "Experimentierwerkstatt" zum Thema Singles im Amt für Gemeindedienst (AfG) in Nürnberg. "Singles kommen in Kirche einfach nicht vor", sagte die katholische Diözesanreferentin Hedwig Lamberty. Sie leitet die bundesweit erste Stelle für "Single-Pastoral" in Köln. Auch in Verlautbarungen der katholischen Kirche gebe es das Wort Single kaum. "Singles wollen wertgeschätzt werden", sagte Lamberty.

Singles seien in der Kirche bisher "im toten Winkel", konstatierte auch Pfarrer Günter Kusch vom "Forum Männer". Es sei wichtig, mehr auf die Meinung und Wünsche von Singles zu hören und sich als Kirche Gedanken darüber zu machen, wie Gemeinden ihre Willkommenskultur ändern könnten. Eine theologische Diskussion über das Verständnis von Singles regte Andrea König vom "Forum Frauen" im Amt für Gemeindedienst an. Es gehe darum, die Sprachfähigkeit zu stärken und über geschlechtsspezifische Rollenmuster zu diskutieren. "Wir müssen Akteure sensibilisieren und mehr Bewusstsein für das Thema wecken", sagte König.

Eine Dokumentation des Evangelischen Pressedienstes (epd) informiert über die Ergebnisse der Tagung "Kirche & Singles" und bringt darüber hinaus weitere Informationen zum Thema. Die Dokumentation umfasst 56 Seiten und kann für 5,- Euro zzgl. MWSt. und Versandkosten beim epd Landesdienst Bayern bestellt werden: Hans Deyerl, Telefon 089/12172-173 oder hdeyerl@epv.de.